Werbung Highlights Trump drängt auf eine Verabschiedung des CLARITY Act und fordert einen klaren Rechtsrahmen für den US-Kryptomarkt. Ripple, Coinbase und weitere Unternehmen trafen im Weißen Haus auf Vertreter der US-Regierung und Finanzaufsicht. Die CFTC arbeitet laut Trump an einem regelkonformen Weg für Hyperliquid in den US-Markt. Die US-Regierung will ihre internationale Führungsposition bei Bitcoin und digitalen Assets ausbauen. Ripple-CEO Brad Garlinghouse wurde von Trump während des Treffens persönlich erwähnt. Krypto steht in Washington plötzlich ganz oben auf der Agenda Die amerikanische Kryptoindustrie hat in den vergangenen Jahren viele Gespräche über regulatorische Klarheit geführt. Das Treffen im Weißen Haus am 19. August zeigt jedoch, wie weit sich die politische Ausgangslage inzwischen verändert hat. US-Präsident Donald Trump brachte Vertreter der Kryptoindustrie, des traditionellen Finanzsektors und der wichtigsten amerikanischen Aufsichtsbehörden an einen Tisch. Unter den Teilnehmern befanden sich unter anderem Vertreter von Ripple, Coinbase, Kraken, Gemini und Robinhood. Auch Akteure aus dem klassischen Finanzmarkt sowie SEC-Chef Paul Atkins und CFTC-Chef Michael Selig waren vertreten. Im Mittelpunkt stand dabei nicht der kurzfristige Kurs von Bitcoin oder einzelnen Kryptowährungen. Es ging um die Frage, nach welchen Regeln sich der amerikanische Markt für digitale Vermögenswerte künftig entwickeln soll. Und genau dabei will Trump schneller vorankommen. Trump erhöht den Druck beim CLARITY Act Eine der wichtigsten Aussagen des Treffens betraf den Digital Asset Market Clarity Act. Trump forderte den Kongress dazu auf, eine faire Version des Gesetzes zu verabschieden. Der CLARITY Act soll einen umfassenderen Rechtsrahmen für den amerikanischen Kryptomarkt schaffen und insbesondere die Zuständigkeiten von SEC und CFTC klarer voneinander abgrenzen. Für die Branche wäre das ein entscheidender Schritt. Über Jahre mussten Unternehmen in den USA mit der Unsicherheit leben, ob bestimmte digitale Vermögenswerte als Wertpapiere einzustufen sind und welche Behörde für deren Regulierung zuständig ist. Statt klarer gesetzlicher Vorgaben bestimmten häufig Durchsetzungsverfahren und Gerichtsentscheidungen die Grenzen. Kaum ein Unternehmen kennt dieses Problem besser als Ripple. Der jahrelange Rechtsstreit zwischen Ripple und der SEC über XRP wurde zu einem der bekanntesten Beispiele für die regulatorische Unsicherheit in den Vereinigten Staaten. Ein funktionierender Marktstrukturrahmen könnte genau diese Unsicherheit für die Zukunft reduzieren. WerbungDer entscheidende Schritt muss im Kongress erfolgen Beschlossen ist der CLARITY Act damit allerdings noch lange nicht. Das Gesetz stößt im Senat weiterhin auf politische Widerstände. Streit gibt es unter anderem über einzelne regulatorische Bestimmungen, die Rolle traditioneller Banken und mögliche Interessenkonflikte politischer Amtsträger. Trumps öffentliche Forderung ist deshalb vor allem als politischer Druck auf den Kongress zu verstehen. Die Regierung will den regulatorischen Kurs beschleunigen und verhindern, dass die USA gegenüber anderen Finanzstandorten zurückfallen. Für Kryptounternehmen wäre ein dauerhaftes Bundesgesetz besonders wichtig. Behörden können ihre Auslegung bestehender Regeln verändern. Ein vom Kongress verabschiedeter Marktstrukturrahmen würde dagegen eine wesentlich stabilere Grundlage für langfristige Investitionen schaffen. SEC und CFTC warten nicht mehr nur auf ein neues Gesetz Gleichzeitig zeichnet sich ab, dass Washington nicht ausschließlich auf den CLARITY Act wartet. SEC und CFTC arbeiten parallel an neuen regulatorischen Ansätzen für digitale Vermögenswerte. Unter SEC-Chef Paul Atkins hat sich der Ton gegenüber der Branche bereits deutlich verändert. Die Behörden versuchen damit, innerhalb ihrer bestehenden Kompetenzen mehr Klarheit zu schaffen, während der Kongress über die langfristige Marktstruktur verhandelt. Das ist ein wesentlicher Unterschied zur Situation vor wenigen Jahren. Damals warf die Kryptoindustrie den USA regelmäßig vor, Regulierung hauptsächlich über Durchsetzungsverfahren zu betreiben. Heute wird zunehmend darüber diskutiert, wie Unternehmen innerhalb eines definierten regulatorischen Rahmens in den Vereinigten Staaten operieren können. Hyperliquid könnte einen regulierten Weg in die USA bekommen Eine der konkretesten Aussagen des Treffens betraf Hyperliquid. Trump erklärte, dass die CFTC daran arbeite, Hyperliquid auf regelkonforme Weise in den amerikanischen Markt zu bringen. Der Vorgang ist deshalb interessant, weil Hyperliquid zu den bedeutenden dezentralen Handelsplattformen für Krypto-Derivate gehört. Ein möglicher US-Markteintritt würde zeigen, dass Washington nicht nur bestehende amerikanische Kryptounternehmen unterstützen will. Die Regierung versucht offenbar auch, bedeutende Krypto-Infrastruktur unter einen amerikanischen Regulierungsrahmen zu bringen. Das entspricht der wirtschaftspolitischen Linie der Trump-Regierung: Unternehmen, Kapital und technologische Innovation sollen möglichst in den Vereinigten Staaten angesiedelt werden. USA wollen bei Bitcoin und Krypto weltweit führen Trump bekräftigte beim Treffen erneut den Anspruch, die Vereinigten Staaten zum führenden Standort für Bitcoin und digitale Vermögenswerte zu machen. Dieser Kurs ist inzwischen deutlich breiter als eine einzelne kryptofreundliche Aussage des Präsidenten. Die USA haben bereits eine Strategic Bitcoin Reserve geschaffen. Stablecoins erhielten einen eigenen regulatorischen Rahmen. SEC und CFTC arbeiten an neuen Regeln und gleichzeitig versucht die Regierung, Unternehmen aus der Branche stärker in den amerikanischen Finanzmarkt zu integrieren. Damit verändert sich die politische Debatte grundlegend. Es geht nicht mehr primär darum, ob Krypto einen Platz im amerikanischen Finanzsystem bekommt. Die entscheidende Frage lautet inzwischen, wie dieser Markt reguliert wird und welche Infrastruktur künftig darauf aufbaut. Kauft die US-Regierung jetzt große Mengen Bitcoin und Krypto? Nach dem Treffen sorgte vor allem eine Aussage für Aufmerksamkeit: Die USA könnten den Erwerb erheblicher Mengen an Bitcoin und digitalen Vermögenswerten in Betracht ziehen. Hier muss allerdings zwischen politischer Absicht und einer tatsächlich beschlossenen Kaufentscheidung unterschieden werden. Die Vereinigten Staaten verfügen bereits über eine Strategic Bitcoin Reserve. Zudem wurde grundsätzlich die Möglichkeit geschaffen, Strategien für einen zusätzlichen Erwerb von Bitcoin zu prüfen, sofern diese budgetneutral umgesetzt werden können. Eine konkrete Entscheidung, nun unmittelbar große Mengen Bitcoin, XRP oder andere Kryptowährungen am offenen Markt zu kaufen, wurde beim Treffen bislang jedoch nicht offiziell bestätigt. Das ist ein wichtiger Unterschied. Sollte die US-Regierung tatsächlich direkte Käufe in größerem Umfang ankündigen, wäre dies eine eigenständige Entwicklung mit erheblichen Auswirkungen auf den Markt. Bis dahin bleibt festzuhalten: Washington betrachtet Bitcoin inzwischen als strategisches Asset und prüft Wege, seine Position im Bereich digitaler Vermögenswerte langfristig auszubauen. Trump fordert gleichzeitig niedrigere Zinsen Auch die Geldpolitik spielte erneut eine Rolle. Trump sprach sich für niedrigere Zinssätze aus und setzt damit seine Kritik am bestehenden Zinsniveau fort. Für den Kryptomarkt ist dieser Punkt nicht nebensächlich. Bitcoin reagiert inzwischen deutlich stärker auf globale Liquidität, Anleiherenditen, den US-Dollar und die Erwartungen an die amerikanische Geldpolitik. Niedrigere Zinsen können die Attraktivität von Risikoanlagen erhöhen und Finanzierungsbedingungen verbessern. Wie stark diese Zusammenhänge inzwischen geworden sind, zeigte sich ausgerechnet am Tag des Treffens. Bitcoin sprang zeitweise um rund sechs Prozent über 68.000 US-Dollar. Ein wichtiger Auslöser dafür lag allerdings außerhalb des Kryptomarktes: Das US-Finanzministerium erhöhte den Umfang bestimmter Rückkäufe von Staatsanleihen. Anleger werteten den Schritt als Unterstützung für die Marktliquidität. Die anschließende Bewegung wurde zusätzlich durch die Liquidation großer Short-Positionen verstärkt. Die Bitcoin-Rally ausschließlich dem Treffen im Weißen Haus zuzuschreiben, wäre daher falsch. Trump bedankt sich bei Ripple-CEO Brad Garlinghouse Für XRP-Investoren hatte das Treffen einen weiteren bemerkenswerten Moment. Ripple-CEO Brad Garlinghouse gehörte erneut zu den Teilnehmern im Weißen Haus. Während der Veranstaltung erwähnte Trump den Ripple-Chef persönlich und bedankte sich bei ihm. Politisch sollte dieser Moment nicht überinterpretiert werden. Symbolisch ist er dennoch bemerkenswert. Noch vor wenigen Jahren befand sich Ripple in einem jahrelangen Rechtsstreit mit der SEC. Die regulatorische Behandlung von XRP entwickelte sich zu einer der größten juristischen Auseinandersetzungen der amerikanischen Kryptoindustrie. Heute sitzt Garlinghouse im Weißen Haus mit dem Präsidenten und den Spitzen der amerikanischen Finanzaufsicht an einem Tisch, während über den zukünftigen Rechtsrahmen der gesamten Branche gesprochen wird. Die Position Ripples in Washington hat sich damit grundlegend verändert. Warum das für Ripple wichtiger sein könnte als der nächste XRP-Kurssprung Für Ripple kommt der politische Wandel zu einem strategisch wichtigen Zeitpunkt. Das Unternehmen ist längst nicht mehr ausschließlich im Bereich grenzüberschreitender Kryptozahlungen aktiv. Ripple baut seine Position in mehreren Teilen der institutionellen Finanzinfrastruktur aus. Ripple Payments adressiert internationale Zahlungen. RLUSD erweitert das Unternehmen um einen regulierten Stablecoin. Ripple Custody richtet sich an institutionelle Kunden. Mit Ripple Prime ist das Unternehmen inzwischen auch im Prime Brokerage, Clearing und in der Finanzierung traditioneller und digitaler Vermögenswerte aktiv. Damit wird die regulatorische Entwicklung in den USA für Ripple zunehmend wichtiger. Je stärker traditionelle Kapitalmärkte und Blockchain-Infrastruktur zusammenwachsen, desto entscheidender werden klare Regeln für Stablecoins, Verwahrung, Handel, Tokenisierung und Settlement. Für XRP muss daraus allerdings nicht automatisch zusätzliche Nachfrage entstehen. Das eigentliche Signal des Treffens Die vielleicht wichtigste Nachricht des Tages steckt deshalb nicht in einer einzelnen Aussage von Trump. Sie steckt in der Zusammensetzung des Raumes. Kryptounternehmen, traditionelle Finanzmarktakteure, SEC, CFTC und das Weiße Haus sprechen inzwischen gemeinsam darüber, wie der amerikanische Markt für digitale Vermögenswerte aufgebaut werden soll. Vor wenigen Jahren konzentrierte sich die politische Debatte noch darauf, welche Kryptounternehmen gegen bestehende Regeln verstoßen könnten. Heute diskutiert Washington darüber, wie neue Regeln aussehen müssen, damit diese Unternehmen in den Vereinigten Staaten wachsen können. Das ist ein grundlegender Unterschied. Fazit: Washington stellt die Weichen für die nächste Phase des Kryptomarktes Das Treffen im Weißen Haus hat noch keinen Durchbruch beim CLARITY Act gebracht. Das Gesetz muss weiterhin durch den politischen Prozess und auch bei möglichen zusätzlichen staatlichen Bitcoin-Käufen fehlen bislang konkrete Beschlüsse. Trotzdem wird die Richtung der amerikanischen Kryptopolitik immer deutlicher. Trump erhöht den Druck auf den Kongress. SEC und CFTC arbeiten parallel an neuen Regeln. Hyperliquid könnte einen regulierten Zugang zum amerikanischen Markt erhalten. Gleichzeitig sitzen Unternehmen wie Ripple und Coinbase inzwischen direkt mit den wichtigsten politischen und regulatorischen Entscheidungsträgern am Tisch. Für Ripple ist dieser Wandel besonders bemerkenswert. Innerhalb weniger Jahre hat sich das Unternehmen von einem der prominentesten Gegner der SEC zu einem Teilnehmer an Gesprächen auf höchster politischer Ebene entwickelt. Der nächste entscheidende Schritt liegt nun beim Kongress. Denn erst wenn aus der politischen Unterstützung dauerhaftes Recht wird, bekommt die amerikanische Kryptoindustrie jene Planungssicherheit, auf die sie seit Jahren wartet. Teilen mit: Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook Gefällt mir:Gefällt mir Wird geladen … Ähnliche Beiträge Beitragsnavigation Bitcoin explodiert über 68.000 Dollar: Sind DAS die Gründe? Bitcoin explodiert: Historische Liquidationswelle treibt Kryptomarkt um 280 Milliarden Dollar nach oben!