Werbung

Highlights

  • Ripple erhielt bereits Ende 2025 eine bedingte Genehmigung der OCC.
  • Seit April 2026 gilt ein erweiterter Rechtsrahmen für digitale Vermögenswerte unter nationalen Trust Banks.
  • Der Antrag auf ein Federal Reserve Master Account befindet sich noch in Bearbeitung.
  • Vor einer endgültigen Zulassung müssen regulatorische Prüfungen abgeschlossen werden.
  • Nach der OCC-Genehmigung für Circle wächst die Erwartung, dass Ripple als Nächstes folgen könnte.
  • Eine vollständige Zulassung würde Ripple direkten Zugang zu wichtigen US-Zahlungsinfrastrukturen ermöglichen.

Nach Circle rückt Ripple wieder in den Fokus

Die Zulassung von Circle durch das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) hat die Diskussion um Ripples eigene Bankpläne neu entfacht. Während Circle einen wichtigen regulatorischen Meilenstein erreicht hat, richtet sich der Blick vieler Marktteilnehmer nun auf Ripple.

Der Grund: Ripple befindet sich bereits seit Monaten in einem fortgeschrittenen Zulassungsverfahren für eine National Trust Bank in den USA. Viele der entscheidenden regulatorischen Hürden wurden bereits genommen.

Die zentrale Frage lautet daher nicht mehr, ob Ripple eine Genehmigung erhalten könnte, sondern wann.

Ripple hat einen Großteil des regulatorischen Weges bereits zurückgelegt

Bereits im Dezember 2025 erhielt Ripple eine bedingte Genehmigung durch das OCC. Diese Conditional Approval stellt einen wichtigen Zwischenschritt dar, ist jedoch noch keine endgültige Banklizenz.

Mit Wirkung zum 1. April 2026 trat zudem ein erweiterter regulatorischer Rahmen in Kraft. Dadurch können nationale Trust Banks digitale Vermögenswerte offiziell verwahren und entsprechende Dienstleistungen anbieten. Diese Anpassung gilt als wichtiger Baustein für Unternehmen wie Ripple, die institutionelle Infrastruktur rund um digitale Vermögenswerte aufbauen möchten.

Dennoch stehen vor der endgültigen Eröffnung noch mehrere regulatorische Prüfungen aus.

Welche Hürden Ripple noch überwinden muss

Zu den wichtigsten offenen Punkten gehört der Antrag auf einen sogenannten Federal Reserve Master Account.

Ein solcher Zugang würde Ripple den direkten Anschluss an zentrale Zahlungssysteme der US-Notenbank ermöglichen, darunter Fedwire und FedNow. Damit könnten Zahlungen effizienter abgewickelt werden, ohne auf zwischengeschaltete Banken angewiesen zu sein.

Parallel prüfen die Behörden unter anderem:

  • Geldwäsche- und KYC-Prozesse
  • Kapitalausstattung
  • IT- und Sicherheitsarchitektur
  • operative Systeme
  • interne Kontrollmechanismen

Erst wenn sämtliche Anforderungen erfüllt sind, kann die endgültige Zulassung erfolgen.

Warum Circle für Ripple wichtig sein könnte

Die erfolgreiche OCC-Zulassung von Circle wird von vielen Marktbeobachtern als positives Signal für den gesamten Markt interpretiert.

Zwar handelt es sich um zwei unabhängige Verfahren, dennoch zeigt die Entscheidung, dass die US-Aufsichtsbehörden bereit sind, regulierten Unternehmen aus dem Digital-Asset-Sektor den Zugang zum traditionellen Finanzsystem zu ermöglichen.

Für Ripple bedeutet dies zwar keine automatische Genehmigung, die regulatorische Richtung erscheint jedoch klarer als noch vor wenigen Jahren.

Welche Bedeutung eine National Trust Bank für Ripple hätte

Sollte Ripple die endgültige Zulassung erhalten, würde das Unternehmen seine Rolle weit über einen Blockchain-Entwickler hinaus ausbauen.

Eine National Trust Bank könnte unter anderem:

  • digitale Vermögenswerte institutionell verwahren,
  • Dienstleistungen für Banken und Unternehmen anbieten,
  • Stablecoins und tokenisierte Vermögenswerte regulatorisch abgesichert integrieren,
  • bestehende Zahlungslösungen mit klassischer Finanzmarktinfrastruktur verbinden.

Insbesondere im Zusammenspiel mit RLUSD, dem XRP Ledger und Ripples globalem Zahlungsnetzwerk könnte eine Banklizenz das institutionelle Angebot deutlich erweitern.

Der Zeitplan spricht für eine Entscheidung innerhalb der kommenden Monate

Nach aktuellem Stand muss Ripple seine National Trust Bank spätestens bis Juni 2027 eröffnen, um die Bedingungen der OCC-Zulassung zu erfüllen.

Da die grundlegenden regulatorischen Voraussetzungen bereits geschaffen wurden und sich das Verfahren inzwischen in einer fortgeschrittenen Phase befindet, halten viele Beobachter eine endgültige Entscheidung innerhalb der kommenden Monate für möglich.

Einen offiziellen Termin gibt es bislang allerdings nicht.

Fazit

Die Genehmigung für Circle hat das Interesse an Ripples Bankplänen deutlich verstärkt. Ripple verfügt bereits über eine bedingte OCC-Zulassung und profitiert von einem regulatorischen Umfeld, das digitale Vermögenswerte zunehmend in bestehende Finanzstrukturen integriert.

Ob und wann die endgültige Genehmigung erfolgt, hängt nun vor allem vom Abschluss der noch ausstehenden Prüfungen ab. Dazu zählen insbesondere der Federal Reserve Master Account sowie operative und regulatorische Anforderungen.

Sollte Ripple die finale Zulassung erhalten, wäre dies ein weiterer Schritt auf dem Weg, Blockchain-Technologie enger mit dem traditionellen Finanzsystem zu verbinden. Für Banken, institutionelle Investoren und den Markt für digitale Vermögenswerte könnte dies erhebliche Bedeutung haben.

Wichtigste Erkenntnisse auf einen Blick

  • Ripple besitzt bereits eine bedingte OCC-Genehmigung.
  • Mehrere regulatorische Prüfungen laufen noch.
  • Der Federal Reserve Master Account gilt als zentraler nächster Meilenstein.
  • Die OCC-Genehmigung für Circle erhöht die Aufmerksamkeit für Ripples Verfahren.
  • Eine endgültige Zulassung würde Ripples institutionelle Strategie deutlich stärken.