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Highlights

• Die steuerfreie 1-Jahres-Haltefrist für Bitcoin und Kryptowährungen bleibt vorerst bestehen
• Der Gesetzentwurf der Grünen wurde im Finanzausschuss abgelehnt
• Zustimmung kam laut Berichten nur von der Linksfraktion
• CDU/CSU, AfD und selbst Teile der SPD positionierten sich gegen den Vorstoß
• Die Grünen wollten Gewinne aus Kryptowährungen unabhängig von der Haltedauer mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuern
• Bestandsschutz für bereits gekaufte Coins war im Entwurf vorgesehen
• Die Debatte um eine strengere Krypto-Besteuerung in Deutschland dürfte trotzdem weitergehen

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Die Diskussion um die steuerliche Behandlung von Bitcoin und Kryptowährungen in Deutschland sorgt seit Wochen für erhebliche Unruhe in der Krypto-Community. Nun gibt es jedoch vorerst Entwarnung: Der Vorstoß der Grünen zur Abschaffung der steuerfreien Haltefrist ist im Finanzausschuss des Bundestages gescheitert.  

Damit bleibt die aktuell geltende Regelung bestehen: Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen sind in Deutschland weiterhin steuerfrei, wenn die Assets länger als ein Jahr gehalten wurden.

Finanzausschuss lehnt Gesetzentwurf der Grünen ab

Die Grünen hatten mit einem eigenen Gesetzentwurf gefordert, die sogenannte Ein-Jahres-Haltefrist vollständig abzuschaffen. Krypto-Gewinne sollten künftig dauerhaft mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert werden, unabhängig davon, wie lange Bitcoin oder andere Coins gehalten wurden.  

Der Vorstoß fand im Finanzausschuss jedoch keine Mehrheit. Unterstützung erhielt der Antrag lediglich von der Linksfraktion. CDU/CSU, AfD sowie laut Berichten auch Vertreter der SPD stellten sich gegen die Initiative.  

Für viele Anleger und Unternehmen aus der Kryptobranche gilt das als wichtiges Signal. Die bestehende Regelung wird von Befürwortern als Standortvorteil für Deutschland betrachtet.

Das wollten die Grünen konkret ändern

Der Entwurf sah vor, Kryptowährungen steuerlich deutlich strenger zu behandeln. Gewinne aus Bitcoin, XRP oder anderen digitalen Assets sollten künftig unabhängig von der Haltedauer steuerpflichtig werden. Dabei sollte nicht die Kapitalertragsteuer greifen, sondern der persönliche Einkommensteuersatz.  

Besonders kritisch wurde dabei gesehen, dass hohe Einkommen dadurch teilweise mit deutlich über 40 Prozent belastet worden wären.

Die Grünen argumentierten, Kryptowährungen hätten sich nicht als „digitales Gold“ bewährt und würden erhebliche systemische Risiken mit sich bringen. Gleichzeitig erwartete man laut Entwurf zusätzliche Steuereinnahmen in Milliardenhöhe.  

Bestandsschutz hätte Altbestände geschützt

Der Gesetzentwurf enthielt allerdings eine Übergangsregelung. Coins, die vor dem 31. Dezember 2025 gekauft wurden, sollten weiterhin unter die bisherige steuerfreie Haltefrist fallen. Neue Käufe ab 2026 wären dagegen betroffen gewesen.  

Das sorgte in der Community zwar kurzfristig für etwas Beruhigung, dennoch löste die Debatte massive Kritik aus. Viele Anleger befürchteten langfristig eine grundlegende Verschlechterung des Kryptostandorts Deutschland.

CDU/CSU positioniert sich öffentlich gegen Änderungen

Besonders aufmerksam verfolgt wurde zuletzt die Haltung der Union. Die CDU/CSU hatte sich in mehreren Stellungnahmen gegen eine Abschaffung der Haltefrist ausgesprochen. Aus Sicht der Fraktion bestehe „kein Anlass“, die bestehende Regelung zu verändern.  

Damit stellte sich die Union offen gegen mögliche Steuerpläne aus dem Umfeld des Bundesfinanzministeriums.

Die AfD hatte sich ebenfalls klar für den Erhalt der Haltefrist positioniert. Innerhalb der SPD gab es dagegen unterschiedliche Stimmen. Während Teile der Partei strengere Regelungen diskutierten, fehlte am Ende offenbar die Unterstützung für den konkreten Grünen-Vorstoß.  

Die Debatte dürfte trotzdem weitergehen

Trotz der aktuellen Ablehnung gilt das Thema politisch nicht als beendet. Bereits in den vergangenen Monaten hatten mehrere Parteien strengere Regeln für Kryptowährungen gefordert. Neben der Haltefrist stehen dabei auch Themen wie DAC-8-Meldepflichten, Wegzugsbesteuerung und eine stärkere Regulierung des Kryptomarktes im Fokus.  

Für Anleger bedeutet die Entscheidung vorerst jedoch Planungssicherheit. Die steuerfreie Haltefrist bleibt bestehen und ein unmittelbarer Eingriff in die aktuelle Besteuerung von Kryptowährungen ist zunächst vom Tisch.

Quelle: https://www.blocktrainer.de/blog/gruene-scheitern-mit-vorstoss-zur-abschaffung-der-bitcoin-haltefrist-im-finanzausschuss

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